Freitag, 14. Juli 2017

Wände lasieren mit Stockmar Aquarellfarben

Vor gut zwei Monaten bin ich mit meinen beiden Kinderlein in eine eigene Wohnung gezogen. Eine Sache, die ich schon immer ausprobieren wollte, ist es, meine Wände zu lasieren, anstatt einfach uni farbig zu streichen.

Aber ein geringes Budget und nur begrenzte Zeit für Kreativität, bzw um mir passende Zutaten zu besorgen. Also blieb der Griff in die kreative Trickkiste und es musste das herhalten, was da ist. Auf Instagram wurde ich gebeten, zu erzählen, wie ich es gemacht habe. Also:

Es werden Aquarellfarben von Stockmar, ganz normaler Tapetenkleister und einen breiten flachen Pinsel (10cm).


Die Farbe mischt ihr am besten in einer Schüssel oder einem kleinen Eimer an. Ich habe für 1-1,5 Liter Wasser einen knappen gestrichenen Esslöffel Kleister und einen Teelöffel voll Aquarellfarbe benutzt. Tastet euch vorsichtig an den gewünschten Farbton heran, denn dir unterschiedlichen Farbtöne entfalten sich unterschiedlich intensiv. Die fertige Mischung sollte etwas dünner als Bananensaft sein. Die zu streichende Fläche sollte weiß vorgestrichen sein. Ich hatte in der Wohnung nun Raufaser als Ausgangsbasis vorliegen. Durch die Hubbelchen sind mehr Effekte entstanden, als es auf einer glatteren Fläche der Fall gewesen wäre. Hier gilt: Ausprobieren. Jede Struktur wird ihren Reiz haben.


Grundsätzlich gilt, dass der Farbauftrag mit dem hellsten Farbton - also in der Regel gelb - begonnen wird. Durch das Übereinanderlegen unterschiedlicher Farbschichten entsteht der gewünschte Farbtiefeneffekt. So können ähnliche Farbnuancen übereinander lasiert werden, um eine Farbe intensiv, aber facettenreich in den Focus zu stellen, oder unterschiedliche Farbtöne gemischt aufgetragen werden, um eine interessante farbliche Spannung,  die dennoch in sich harmonisch und ausgeglichen ist, herzustellen.


Der Farbauftrag erfolgt mit dem Flachpinsel in liegenden Achten. Dabei zügig arbeiten und den Pinsel immer gut am Schüsselrand abstreichen, damit die Farbe nicht an der Tapete herunter rinnt. Dadurch entstehen hässliche Nasen, die sich nur schwer korrigieren lassen. 

Besonders angenehm empfand ich, dass die Farbe von glatten Oberflächen auch getrocknet gut abzuwischen ist. Ich musst den Laminatboden also nicht umständlich abdecken. Einen Teppich- oder Korkboden oder offenporiges Holz sollte man jedoch dringend schützen. 

Viel Spaß beim Experimentieren - berichtet mir von euren Ergebnissen.

1 Kommentar:

  1. Hallo!
    Was für eine gute und einfache Idee. Ich habe in unserem Haus auch einige Wände lasiert, allerdings mit Lasurfarbe. Noch immer bin ich fast täglich vom Ergebnis begeistert. Hab eine gute Zeit!

    Liebste Grüße
    Lyn

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