Montag, 21. März 2016

Außerhäusig kreative Energien

Obwohl wir wunderbar ins neue Jahr gestartet sind, brauchten wir, insbesondere ich, doch ein bisschen länger, um uns im Jahr 2016 so richtig zurecht zu finden.

Schon Karneval lag die gesamte Familie danieder. Besonders mich hatte es mit einer zwei Wochen anhaltenden Magen-Darm-Geschichte voll erwischt. So übel habe ich es bei mir bisher noch nicht erlebt und hoffe, ich werde es auch nicht mehr erleben.

Mit dem neuen Jahr kam auch mein neuer Aufgabenbereich im Kindergarten. Ich bin für die sogenannten Überhangplätze, also die Plätze um die unser Kindergarten überbelegt ist, eingestellt. Hier bin ich einige Stunden des Tages in einem seperaten Bereich, in dem ich mich mit einigen Kindern aus den drei Regelgruppen beschäftigen kann. Die erste Herausforderung war es nun, diesen Bereich richtig nutzbar für das zu machen, was ich mir pädagogisch vorstellte. Die Grundstruktur bestand schon, aber es war nicht Fleisch, nicht Fisch. Mir ist es wichtig, dass die Umgebung positiv und anregend auf das Kind wirkt und dabei auch eine gewisse Wertigkeit und Gemütlichkeit ausstrahlt. Gemeinsam mit einer Kollegin habe ich ein Konzept für den Raum erarbeitet, der bei der Chefin Anklang fand. So wurden Spielständer von der Fa. Peitz und eine Sitzgarnitur von IKEA angeschafft. Ein paar Kleinigkeiten aus dem örtlichen Sozialkaufhaus, wie Steinzeugtellerchen und alte Blechdosen, ein geschenktes Fell und alte, neu gefärbte Bettlaken kamen hinzu.


So ist ein gemütliches Puppeneckchen entstanden, das zum Spielen einläd und vom restlichen Geschehen im Raum etwas abgeschirmt wird. Nun entstehen noch zwei Waldorfpuppe, die ich diesem Spielbereich schenken möchte.


Weiterhin steht in dem Raum ein großer Tisch, an dem man werkeln kann. Ich mag es, mich selbst sinnvoll zu beschäftigen und so die Kinder ebenfalls zu sinnvollem Tun anzuregen, oder einfach gemeinsam zu basteln. Heute wollte ich eigentlich nur mit einem Mädchen ein wenig an ihrem Webrahmen weiter arbeiten. Ich habe extra für das Arbeiten am Webrahmen einige meiner Wollreste mit in den Kindergarten genommen, darunter auch meine ersten Spinnversuche. Schnell scharten sich weitere Kinder um uns und wollten ebenfalls mit Wolle arbeiten. Aus ein paar großen Holzdübeln und Stöckchen ließen sich mit Kreppklebeband einfache Strickgabeln basteln.


Die Ostereiergirlanden an den Fenstern im obersten Foto sind übrigens auch an diesem Tisch entstanden.

1 Kommentar:

  1. Wir sind hier auch von Dezember bis Februar krank gewesen, so eine lange Krankheitszeit haben wir auch noch nie gehabt. Gut, daß es Dir wieder besser geht. Magen-Darm-Krankheiten sind immer gräßlich.

    Der Spielraum ist sehr hübsch geworden. Ist das ein Teil eines städtischen Kindergartens? Ich habe mehrere Jahre als Aushilfskraft in einem Waldorfkindergarten bei Bonn gearbeitet. Und die Puppe wird auch schön :). Es ist schon erstaunlich, wie gerne Kinder einfach nachahmen und ausprobieren wollen, was die Erwachsenen tun, nicht wahr?

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